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Ehrenmal

Das Schützenfest 1951 erhielt eine besondere Note durch die Einweihung des neuen Ehrenmals
neben der Schmechtener Kirche.

Bürgermeister Fritz Reddeker fand herzliche Worte für alle Planer, Gestalter und Mitarbeiter an
diesem würdigen Bauwerk. Vater des Gedankens war Pfarrer Sommer. Es wurden bei der feierlichen
Enthüllung des Mahnmals die Namen der gefallenen und vermissten Soldaten verlesen,
Jungmädchen stellten für die gefallenen ein Licht auf und legten für die vermissten Soldaten einen
Strauß glutroter Rosen nieder. Die Schmechtener Vereine legten jeweils Kränze nieder, und Pfarrer
Sommer nahm dann die kirchliche Weihe vor.

Das ca. 20 m² große Ehrenmal stellt einen an die Kreuzkirche angelehnten Ehrenhof dar, zu dem 2
breite Stufen hinaufführen und der von 3 Seiten von Mauern umschlossen ist. Angelegt wurde er mit
Sollingplatten, während das wuchtige Mauerwerk aus Schmechtener Stein besteht und mit
Kalkmörtel ausgefugt wurde. In die Mitte der breiten Rückwand fügte man das Kernstück der ganzen
Anlage, einen in Sandstein gehauenen Wandersmann, der auf steilem Weg der Sonne und dem Kreuz
entgegenwandert, ein sinniges Symbol der Sehnsucht nach glückhafter Rast, Sonne, Licht und
Frieden. Pfarrer Sommer erhielt von Familie Strathmann aus Paderborn ein Grabdenkmal geschenkt.
Er bot dieses der Gemeinde an für ein Kriegerdenkmal auf dem Kirchplatz. Dieses wurde dann von
Familie Vogedes mit viel Mühe von Paderborn nach Schmechten transportiert.

Pfarrer Sommer favorisierte eine andere Bauweise dieses Ehrenmales in höherer Form, weil seiner
Meinung nach ein solches Denkmal ja nicht nur ein Trauerandenken, sondern auch ein Ehrenmal für
den Heldentod und zum Ruhme des Vaterlandes sowie ein Mahnmal für die nachfolgenden
Geschlechter bedeutet. Es sollte davor eine Grabimitation aus Stein stehen, um darauf auch einmal
eine feierliche Feldmesse abhalten zu können. Pfarrer Sommer konnte sich aber mit seinem
Vorschlag nicht durchsetzen.

Der Sockel des Bildes trägt eingemeißelt die Inschrift
Unseren Gefallenen 1939 – 1945, 1914 – 1918
Die dankbare Gemeinde Schmechten

Je zwei hohe, schlanke Steine, geformt und geschliffen aus Wrexener Material, tragen die Namen der
11 Gefallenen und 11 Vermissten des 2. und die der 6 Gefallenen und 2 vermissten des 1.
Weltkrieges. Auf dem Ecksockel steht eine Totenleuchte, eine schmiedeeiserne, messingverzierte
Arbeit aus der Kunstschmiede Kornacker in Brakel. Der Entwurf der schlichten, aber eindrucksvollen
Anlage, die mit ihrem betenden Wandersmann stark an das Tannhäusermotiv erinnert, stammt von
dem Architekten Rox aus Brakel.


Aus: Westfälisches Volksblatt vom 09. Juli 1951 und Kirchenchronik 1951

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